Archive for August, 2006

Crypto II

ich hab grad eine sehr schöne Definition von Crypto gefunden, die ich Euch nicht vorenthalten will. Sie stammt aus dem Buch ‘Foundations of Cryptography – Basic Tools’ von Oded Goldreich:

[...] cryptography can be viewed as concerned with the design of any system that needs to withstand malicious attempts to abuse it.

Ansonsten bin ich fleißig am lesen (und mich in LinAlg nochmal einarbeiten :/). Und je mehr ich lese, desto begeisterter bin ich vom Thema :)
Am WE werde ich wohl nichts machen können, da ich zum D2NSA-RL-Treff nach Koblenz fahre. Wird bestimmt lustig, den ganzen chaotischen Haufen mal kennenzulernen :)

Selbstkritik

Soo.. es ist mal Zeit für eine ‘kurze’ Selbsteinschätzung meinerseits. Über Kommentare freu ich mich hier natürlich besonders, vielleicht schätze ich mich ja doch vollkommen falsch ein? Ich hangel mich dabei an einem Horoskop entlang. ich bin zwar nicht sehr abergläubisch, aber ich bin doch irgendwie ein ‘typischer’ Skorpion. Zu jeder Eigenschaft werd ich allerdings einen kurzen Kommentar abgeben :)

Skorpion 23. Oktober – 22. November

Skorpione gehören zu den eher energischen und leidenschaftlichen Menschen. Sie sind sehr verschlossen und geben ungern ihre Gefühle preis. Zu allem Dunklen und Geheimnisvollen fühlen sie sich hingezogen, wodurch sie viele ihrer Mitmenschen ängstigen. Der Skorpion schreckt vor nichts zurück und liebt es Dinge zu entdecken und zu erforschen. Für ihn zählt: „Entweder ganz oder gar nicht.“ Halbe Sachen bzw. Kompromisse kommen für Skorpion-Menschen nicht in Frage. Was sie sich einmal in den Kopf gesetzt haben, bekommen sie auch.

Dem Absatz kann ich so ziemlich uneingeschränkt zustimmen. Über Gefühle rede ich eigentlcih selten. Ich muß dafür meinem Gesprächspartner entweder voll und ganz vertrauen (was eigentlich in meinem Leben bis jetzt nur bei 2 oder 3 Leuten war), oder durch die Anonymität des Internets. IRC ist schon eine tolle Erfindung (sorry an alle, die ich damit nerve *g*).
Kompromisse kenne ich eigentlch gar nicht, zumindest nicht, wenn ich selbst betroffen bin. Wenn andere Meinungsverschiedenheiten haben, fallen mir immer die tollsten Sachen zum Schlichten ein :)

Der Skorpion hält sich gerne im Hintergrund, wobei er seine Mitmenschen gründlich beobachtet. Seine tiefgehenden Blicke öffnen ihm die Gefühlswelt der anderen, die jedoch nicht viel über ihn wissen. Skorpione haben den Vorteil durch ihre Ausstrahlung viele Menschen in ihren Bann zu ziehen und so die Situation zu kontrollieren. Oft gelingt es ihnen dadurch die Fäden in der Hand zu halten. Skorpion-Menschen sind sich dessen bewusst und es fällt ihnen oft schwer zu widerstehen und diesen Vorteil nicht zu missbrauchen. Des Weiteren versuchen sie ihre Fehler zu verstecken, denn ihre Schwächen sollen möglichst unerkannt bleiben.

Fehler? Welche Fehler? Nein, mal im Ernst: klar bin ich machtbesessen. Ich koordiniere und beeinflusse allerdings meistens, ohne daß die betroffenen Personen es merken. Und ich bleibe dabei gerecht. Das ist das schlimme am Skorpion-sein: man KÖNNTE alles beeinflussen, aus allem profitieren – aber man ist viel zu gerecht für diese Welt (ich hoffe, das kommt nachher noch :P)

Sie sind sehr direkte Menschen und wollen möglichst alles genau wissen, Oberflächlichkeiten lehnen sie vollkommen ab. Leider halten sie auch nicht viel davon, wenn man ihnen Komplimente macht. Doch dadurch weiß man es zu schätzen, wenn man selbst einmal Komplimente von einem Skorpion bekommt, denn dies kommt nicht sehr oft vor. Und man kann sich sicher sein, dass diese Komplimente von Herzen kommen.

OH JA! Direkt bin ich. Und oft genug schon damit gegen ne Wand gerannt. Aber macht nix, mein Kopf ist härter als jede Wand.
Komplimente akzeptiere ich nur, wenn ich weiß, daß sie ernst gemeint sind. Ein Kommilitone, den ich zu der Zeit fast gar nicht kannte (und immernoch kaum kenne), meinte vor ca einem Jahr einmal zu mir: ‘Du, ich mag Dich gern. Aber das, das, das und das musst Du an Dir ändern!’ – DAS sind Komplimente, die mir viel bedeuten. Von Menschen, die ehrlich ihre Meinung sagen – positiv UND negativ. Wer nicht ehrlich kritisieren kann, kann auch keine ehrlichen Komplimente verteilen.

Skorpione sind sehr kühle Menschen, die ihre Energie oft dafür verschwenden, andere zu kritisieren und ihren wunden Punkt zu suchen. Doch sie können auch sehr charmante und humorvolle Menschen sein. Durch ihre Fähigkeit die Gefühle anderer schnell zu erkennen, sind sie sehr hilfsbereit und großzügig.

Hmm. Ich denke nciht, daß es verschwendete Energie ist, zu kritisieren. Ich sehe Kritik (positive UND negative) durchaus als was positives an. Und damit Kritik wirkt, muß man natürlich den Punkt ansprechen, der den Gesprächspartner berührt.
Die Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit ist sicherlich auch eine Folge des Gerechtigkeitssinns. Ich kann es nciht leiden, wenn es anderen schlechter geht als mir. Wenn es mir gut geht, bin ich natürlich sehr egozentrisch und teile es allen mit (sonst hätte ich kein Blog), aber ich mag es trotzdem nicht, wenn es anderen schlecht geht und ich was dagegen machen könnte.

Der Skorpion kann der treueste und zuverlässigste Freund sein, den man sich nur wünschen kann. In Sachen Liebe hat er jedoch Angst vor einer festen Bindung. Auch hier wird speziell der Skorpion-Mann nicht eher auf eine Person eingehen, bevor er nicht alles über sie weiß. Sein Misstrauen und die kühle Art erschweren ihm die Suche nach der richtigen Partnerin.
Ganz im Gegensatz dazu die Skorpion-Frau, sie weiß was sie will und hat keine Angst davor den ersten Schritt zu tun. Dennoch ist sie nie ganz zufrieden zu stellen. Ebenfalls wie der Skorpion-Mann ist sie sehr neugierig und in einer Beziehung absolut treu. Der Skorpion-Mann hat oft seine eigenen Vorstellungen im Bezug auf die Beziehung. Auch hier nimmt er gern die Zügel in die Hand.

Eins ist sicher: treu bin ich. Hundertprozentig. Im Moment habe ich nur niemanden, dem ich treu sein müsste.
Und was ich will? Natürlich weiß ich das: 25-35. Informatiker. 1,70m-1,90m. Bauchansatz (80-100kg). Kurze Haare. Nichtraucher. Interesse an Autos. Eventuell Bart. Ehrlich. Treu.
Wer sich angesprochen fühlt, darf sich bei mir melden.

Skorpione zählen zu den eifersüchtigsten Menschen überhaupt. Die eigene Meinung ist für Skorpione besonders wichtig, überall wollen sie sich einbringen und mitreden. Was die Karriere angeht sind sie sehr ehrgeizig. Durch ihre Energie haben sie eine scheinbar niemals endende Ausdauer in der Arbeit. Meist arbeiten sie Tag und Nacht und das ohne Pause. Skorpione zählen zu den erfolgreichsten unter den Sternzeichen.

Eifersucht… oh ja, da kann ich ein Lied von singen. Aber mir wurde ja auch oft genug ein Grund dafür gegeben. Man muß schon ehrlich zu mir sein, dann kann man über alles reden.
Hm. überall einbringen und mitreden… Ja, ich bin sehr egozentrisch.
Jetzt muß ich aber doch mal etwas relativieren. Ich bin sehr ehrgeizig, ja. Aber nur, wenn mir eine Sache Spaß macht. Und nur, wenn ich einen ebenbürtigen Mitstreiter habe (jaha, ich hab in Crypto eine 1.3 und $Kommilitone nur 1.7 \o/). Tag und Nacht ohne Pause arbeite ich selten. Ich bin ein Morgenmensch. Ich steh lieber um 5 auf und arbeite den ganzen Vormittag/Mittag und bin dann um 15 Uhr fertig und mache Feierabend. Durcharbeiten tu ich nur direkt vor Deadlines (die leider immer viel zu schnell näherkommen).

Eine besonders positive Eigenschaft der Skorpion-Menschen ist, dass sie niemals lügen. Sie haben ein gutes Gedächtnis und können auch sehr nachtragend sein. Skorpione haben einen starken Willen. Oft versuchen sie ihre Vorstellungen und Ideen zu verwirklichen und würden für diese alles tun. Sie sind immer bereit, für das, was ihnen besonders viel bedeutet, wirklich zu leiden.

Hmm.. Ich sehe das nicht als besonders positiv an, wenn man einen Haufen kriminelle Energie hat und diese nciht ausleben kann, weil man zu ehrlich ist -.-
Oh ja, den starken Willen habe ich. Und was ich will, das bekomm ich im allgemeinen auch. Auch wenn der weg dahin schwierig ist – hey, das ist ein Grund, aber kein Hindernis. Und was uns nicht kaputt macht, macht uns nur noch härter.

Die größten Stärken des Skorpions sind die Ehrlichkeit, seine Ausdauer, die Leidenschaft und auch seine Hilfsbereitschaft. Skorpione wirken besonders belastbar und unerschrocken, doch leider sind sie auch skrupellos, undurchschaubar und egoistisch. Sie haben eine unglaubliche Selbstbeherrschung, doch genau so gut, wie sie sich zurückhalten können, kann ihre Wut ausbrechen. Zu ihren größten Schwächen zählen die Eifersucht, der Jähzorn und die Rachsucht.

Hier muß ich widersprechen. Ich bin nicht egoistisch. Ich bin egozentrisch. Ich will nur die Aufmerksamkeit! Alles andere wird gerecht geteilt.
Und Schwächen? Eifersucht seh ich ein, wenn auch meist mit Grund. Jähzorn… auch selten grundlos. Und Rachsucht? Nunja, derjenige wird es verdient haben.

So. nun aber genug der Selbstkritik. Falls jemand bis hierher gelesen hat, darf er sich selbst seine Meinung bilden und mir bitte auch mitteilen *auf die Kommentafunktion zeigt*

Und sorry Nico, meine Posts werden immer länger :P

Noch mehr zu lesen

Soo… gestern war das wöchentliche Treffen mit meinem Prof – und ich hab mal wieder massig zu lesen mitbekommen :) Ist aber deutlich leichter verständlich als das andere Paper von letzter Woche – hab jetzt nach einem Tag schon über die Hälfte gelesen (und verstanden :)).
Wenn ich in letzter Zeit so höre, wie andere von den Betreuern bei ihrer Bachelorarbeit im Stich gelassen werden, freu ich mich immer mehr, daß ich nicht nur eine Arbeit in einem (für mich ;)) sehr interessantem Thema, sondern auch noch an einem Lehrstuhl, an dem ich so gut betreut werde, bekommen hab. Hoffen wir, daß das so bleibt – aber ich habe da eher keine Bedenken.
Und nun bin ich mal weiterlesen :)

Kaffeelikör

Als ich Ende Juli bei meiner Mama war, hab ich ihr White Russian gezeigt – ich mach den aber mit 1/3 Milch, 1/3 Wodka, 1/3 Kahlua. Der schmeckte ihr so gut, daß sie fast meine ganze Flasche Kahlua vernichtet hat. Als ich sie darauf aufmerksam gemacht hab, wie teuer der ist, meinte sie, meine Uroma hätte früher mal Kaffeelikör selbst gemacht. Aus Korn, braunem Kandis und ganzen Kaffeebohnen. Nach etwas suchen haben wir uns dann auf ein Rezept geeinigt (das genaue wusste sie nicht mehr): ca. 100g braunen Kandis und eine Handvoll Kaffeebohnen in eine Flasche undmit einer Flasche Doppelkorn aufgießen. Das ganze 6 Wochen stehen lassen und jeden Tag schütteln.
Meiner steht jetzt seit einer Woche auf der Fensterbank und heute wollte ich mal testen, wie es denn inzwischen ist. Der Zucker ist fast aufgelöst, die ganze Flüssigkeit ist recht dickflüssig (eben wie Likör sein soll) und braun. Sieht also eigentlich schon ganz gut aus. Da diese Mischung dann durch den Korn fast 40% hat statt wie Kahlua 20%, habe ich zuerst nur mit Milch gemischt. Es schmeckt sehr stark nach Kaffee und ist nicht so süß wie Kahlua. aber das ist eigentlich gar nicht schlecht. Den Wodka braucht man nicht wirklich mehr, ich habe etwa 2/3 Milch, 1/3 Kaffeelikör getrunken. Schmeckt zwar nicht wie White russian, aber durchaus trinkbar – und sicherlich auch mal ein schönes Geschenk. Mal gucken, wie das ganze in 5 Wochen schmeckt :)

Anwesenheitskontrolle

Natürlich interessiert mich, wer hier alles mitliest :) also: outet euch. (jaja, die Idee ist nicht von mir ;))

(und ja, ich bin schon wieder daheim. das erste paper hab ich durch. jetzt nur noch verstehen … -.-)

Konzentration

Am wochenende ging’s mir nicht gut. Keine Ahnung warum, eigentlich läuft doch im Moment grad alles, wie es soll. Aber irgendwie .. nunja, das hat dazu geführt, dass cih nicht viel für Crypto gemacht habe, was es jetzt nachzuholen gilt. Zu Hause bin ich allerdings oft abgelenkt. xwars, IRC, TV …
Aus diesem Grund such ich mir jetzt nen Plätzchen an der Uni – das IC hat ja leider noch bis Anfang September geschlossen und bis dahin wollt ich mir schon einen Überblick über das zu bearbeitende Thema machen. Im September werde ich für die Bachelorarbeit leider nicht allzuviel Zeit haben, da ich die Blockvorlesung über künstliche Intelligenz hören wollte.

P.S.: daß Button gestern endlich mal gewonnen hat, sollte meine Laune eigentlich auch deutlich gehoben haben – aber neddmal das wirkt!

P.P.S: bloggen ist auch so ein Ablenkungsfaktor … also. weg. ab zur Uni.

TV-Tip

Heute Abend, 22 Uhr, unbedingt VOX schauen. Einer der besten Filme, die es gibt – ‘Donnie Darko’

This unclassifiable but stunningly original film obliterates the walls between teen comedy, science fiction, family drama, horror, and cultural satire–and remains wildly entertaining throughout.

Literatur

Um vor lauter Bachelorarbeit-Papern nicht den Kopf zu verlieren, habe ich mir vorgenommen, vor allem am Wochenende etwas langsamer zu machen (wir haben doch Wochenende?) und mich auch ‘anderer’ Literatur zu widmen. Wobei diese durchaus auch mit Crypto zu tun hat, ich hab einfach noch viel zu wenig Hintergrundwissen. Außerdem hoffe ich damit meine Englischkenntnisse zu verbessern. Zur Zeit lese ich deswegen nebenher ‘The Codebreakers’ von David Kahn über die Geschichte der Kryptographie. Als etwas anspruchsvollere Hintergrundliteratur habe ich mir auch noch ‘Foundations of Cryptography’ von Oded Goldreich gekauft, werde das aber wohl eher als Nachschlagewerk nutzen als es ganz zu lesen – aber bei mir weiß man ja nie ;) Mir wurde ja schon von vielen Seiten nachgesagt, ich wäre nicht ganz dicht. Oder um Kim, einen der Crypto-Bremser, zu zitieren: ‘Liest Du eigentlich auch mal was normales?’, nur weil ich jedes mal, wenn wir auf das gemeinsame Seminar gewartet haben, ein anderes Paper vor mir liegen hatte.
Ich bin nicht sehr abergläubisch, aber ich denke schon, ich bin in dieser Hinsicht ein typischer Skorpion:

Skorpion-Geborene sind sehr willensstarke und selbstbewußte Menschen. Haben sie sich erst einmal etwas in den Kopf gesetzt, werden sie dieses Ziel so lange und so beharrlich verfolgen, bis sie es erreicht haben. Ihr außerordentlicher Ehrgeiz hilft ihnen, ihre schier unermessliche Willenskraft konzentriert einzusetzen.

Ich hatte es mir in den Kopf gesetzt, diese Bachelorarbeit zu bekommen. Nun hab ich sie, nun muss ich zeigen, daß ich meine Sache auch gut mache. Ehrgeiz ist ganz schön anstrengend…
Aber nun widme ich mich weiter dem Buch von David Kahn – ich habe schließlich noch knapp 900 Seiten vor mir und viel zu wenig Zeit. Warum hat so ein Tag eigentlich nur 24 Stunden, von denen ich sogar nur ca. 15 effizient arbeiten kann? Nach 20 Uhr ist mit mir nicht mehr viel anzufangen – dafür habe ich mir angewöhnt, möglichst früh (ja, teilweise schon um 5) aufzustehen, um möglichst viel zu schaffen.

Crypto

Crypto, was ist das eigentlich? Und was ist der Unterschied zwischen Cryptography und Cryptology (mal abgesehen davon, daß sich letzteres mehr nach einer Sekte anhört).
Ganz allgemein gesagt, ist Cryptography die Wissenschaft, die sich mit Verschlüsselung, Authentication etc. allgemein befasst, während Cryptology (zusammengesetzt aus Cryptography und Cryptanalysis) sich mit dem brechen von gegebenen verschlüsselten Nachrichten befasst. Einfach ausgedrückt versuchen Kryptographen, etwas sicher zu machen und Kryptologen, es zu knacken :)

Und wie bin ich nun zu Crypto gekommen? Schon in der Kindheit haben mich Puzzles und Verschlüsselungen fasziniert. Im Alter von etwa 12-16 hatte ich mit meiner damals besten Freundin regen Briefkontakt (2-3 Briefe pro Woche mit jeweils 6-8 Seiten waren keine Seltenheit), und um diese vor unbefugten Mitlesern zu schützen, haben wir uns angeeignet, verschlüsselt zu schreiben. Meist haben wir – obwohl wir damals nicht wussten, wie es heißt – Cesar’s Cipher verwendet, eine Verschlüsselungstechnik, in der jeder Buchstabe des Alphabets um eine bestimmte Anzahl Buchstaben (im Original 3) verschoben wurde. So wurde aus dem plaintext Brief der ciphertest EULHI – falls ich mich jetzt nicht verzählt habe. Alternativ haben wir auch die Position des Buchstaben im Alphabet verwendet – also 2 18 9 5 6 – oder den ganzen Brief in Spiegelschrift geschrieben – das kann ich heute noch ziemlich gut :)
Das Interesse bezüglich Crypto war also schon früh da, und als dann im letzten Semester nach längerer Pause wieder eine Vorlesung dazu angeboten wurde, war ich natürlich neugierig.
Kurz gesagt: ich habe nicht zu viel erwartet gehabt. Schon nach der ersten Vorlesung war mir klar: DAS ist genau mein Thema, genau dafür studier ich Informatik. Zudem ist der Prof – mit 28 einer der jüngsten Profs überhaupt – nicht nur am Stoff interessiert (selbst das findet man bei den meisten Profs ja nicht), sondern auch hochmotiviert, es anderen – uns Studenten – beizubringen. Mich hat das Thema so fasziniert, daß ich neben den in der Vorlesung behandelten Themen noch weiterführende Originalpaper gelesen habe. Auf eine Anfrage meinerseits bezüglich einer Bachelorarbeit kam leider nur eine wenig zufriedenstellende Antwort, daß es sehr viele Interessenten gäbe und die Entscheidung, wieviele und welche Interessenten ein Thema bekommen, erst nach Ende der Vorlesung fallen werde. Nunja, für mich hieß das als logische Konsequenz: ich musste bis Ende des Semesters auf mich aufmerksam machen. Da ich sowieso zusätzliche Paper gelesen habe, fiel mir das nicht sonderlich schwer. Hier und da eine Frage zu einem der Paper oder eine Bitte um Literaturvorschläge. Hier und da hab ich natürlich Kommentare gehört, ich würde mich ‘einschleimen’. Nunja, vielleicht hab ich das. Zumindest war meine klare Absicht, eine Bachelorarbeit zu bekommen :). Aber einschleimen klingt so negativ, ich habe es eher als auf-mich-aufmerksam-machen gesehen. Immerhin hatte ich das Interesse ja WIRKLICH (und habe es immernoch).
Irgendwann, kurz vor der Mid-Term-Klausur, haben einige meiner Kommilitonen festgestellt, daß ich in dem Thema ziemlich fit bin, also war ich erster Ansprechpartner für Fragen geworden. Ich war darüber sehr froh, so hab ich mir das Lernen vor der Klausur gespart. Bei Fragen, die ich selbst nicht beantworten konnte, habe ich mich dann natürlich nicht gescheut, zum Prof in die office hour zu gehen. Man muss ja präsent sein :)
Bei einer dieser Gelegenheiten hab ich ihn dann nochmal nach Literaturvorschlägen gefragt: ‘Dieses Buch sollten Sie sich in jedem Fall anschaffen, falls Sie irgendwann einmal eine Master-Arbeit in Crypto machen wollen.’ – ‘hmhm. Ich hätte erst einmal Interesse an einer Bachelorarbeit’ – ‘Oh. Achja. Da habe ich über 30 Interessenten’ [...] ‘Aber als Dozent merkt man schon, wer wirklich Interesse am Thema hat. Bei Ihnen sehe ich da keine Probleme.’ [...] ‘Wir können uns Anfang August mal zusammensetzen, um ein Thema zu besprechen.’
Anfang August haben wir jetzt und seit Mittwoch hab ich mein Thema. Worum es genau geht, werd ich dann demnächst mal schreiben, wenn ich mir einen groben Überblick verschafft hab. Klingt auf jedenfall interessant und vielversprechend, ich will den Rahmen dieses Posts aber nicht noch weiter sprengen.
Durch diese Vorlesung, den Lehrstuhl und vor allem den Prof weiß ich endlich wieder, warum ich Informatik studier. Zwischendurch hatte ich die Lust schon fast verloren. Danke dafür (falls überhaupt jemand bis hierhin liest ;)).

Ein paar Zitate will ich Euch allerdings nicht vorenthalten:

perhaps, most interesting to cryptologists [..], is that Vatsyayana’s famous textbook of erotics, the Kama-sutra, lists secret writing as one of the 64 arts, or yogas, that women should know and practice.

cryptology is a black art, a form of occultism whose practitioner must [..] ‘perforce commune daily with dark spirits to accomplish his feats of mental jiu-jitsu

Der erste Schritt ist getan.

So … da mittlerweile fast jeder ein Blog führt und mein Lieblingsgesprächspartner im IRC wegen momentaner Semesterferien deutlich später aufsteht als ich und mein Mitteilungsbedürfnis somit kein Ventil hat, fange ich nun auch mit Bloggen an. In erster Linie vielleicht auch für mich, um die Fortschritte meiner am Mittwoch begonnenen Bachlorarbeit in Crypto zu dokumentieren. Mit dieser Bachelorarbeit hat sich bei mir ein langer Traum (nunja, seit anfang des Semesters…) erfüllt, dass Crypto das ist, was ich für mein Lebensende machen will. Aber ich denke, da mach ich nachher dann mal noch einen eigenen Post zu.
Zurück zum Blog an sich. Das ist jetzt erstmal eine Vorab-Version. Weil kostet nix und klicki-bunti einfach zu erstellen. Irgendwann zieh ich damit vielleicht auf ‘meinen’ Webspace um. Oder so. Aber Farben konfigurieren wär vielleicht auch mal ein Anfang … irgendwann. Es soll ja aber nicht um das Design, sondern in erster Linie um den (noch nicht vorhandenen) Inhalt gehen.
Regelmäßige (z.B. tägliche) Posts wird es hier sicher nicht geben, nur, wenn ich Zeit und Lust habe, etwas zu schreiben ;)

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