Fotoshooting
Ich hab neulich aus Spaß an der Freude ein Fotoshooting mitgemacht. Ein Resultat möcht ich Euch nicht vorenthalten:


Ich hab neulich aus Spaß an der Freude ein Fotoshooting mitgemacht. Ein Resultat möcht ich Euch nicht vorenthalten:

Am 17.09.09 ist OptOutDay. Was das ist? Nunja, das Einwohnermeldeamt (oder wie auch immer das jeweils heißt) darf generell Daten weitergeben, in Saarbrücken z.B. an Religionsgesellschaften, Adressbuchverlage, Parteien und Wählergruppen und zu Alters- und Ehejubiläen. Wenn man das nicht will, muss man schriftlich mit diesem Formular widersprechen. Der OptOutday ist nun dazu gedacht, das ganze medienwirksam zu gestalten. Es ist als eine Art Flashmob gedacht, dass an einem Tag — dem 17.09.09 — jeder mit ausgefülltm Formular zum Bürgeramt geht und denen das auf den Tisch legt. Ausgefüllt deshalb, weil wir ja die Mitarbeiter nicht ärgern wollen und den täglichen Ablauf nicht mehr als nötig stören wollen.
Mehr Informationen gibt es im Wiki der Piratenpartei und unter http://www.optoutday.de.
Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren?
Vincent van Gogh
Wollt mich nur mal wieder melden. Hab momentan zu viel um die Ohren, um mich ausführlich um das Blog zu kümmern… aber das wird wieder besser, versprochen!
Vielen herzlichen dank an Markus =)
mehr von den letzten tagen gibt es demnächst… erstmal ab ins wasserbettchen.

Für die Zulassung zur Bundestagswahl werden noch viele Unterschriften gebraucht — ab in ca. 2 Wochen auch im Saarland! Dort müssen innerhalb kürzester Zeit 819 Unterschriften gesammelt werden!
Die Unterstützungsunterschrift verpflichtet nicht zum Wählen der Partei, sie sorgt nur dafür, dass die Piraten überhaupt wählbar sind. Jeder, der für eine Parteienvielfalt ist, sollte also guten Gewissens unterschreiben können.
Um den Piraten Arbeit zu nehmen, solltet Ihr Eure Unterschrift auch gleich im zuständigen Bürgeramt beglaubigen lassen.
*Ich bin und ich bleibe Sozialdemokrat – und werde deshalb ein Pirat*
*/Der bisherige SPD- Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss wird wohl erster Abgeordneter der Piratenpartei im Deutschen Bundestag. Tauss erklärte heute vor dem Willy- Brandt- Haus in Berlin seinen Austritt aus der SPD, der er fast 40 Jahre in verantwortlichen Positionen angehörte. Er kündigte zugleich seine Unterstützung der Piratenpartei an: “Wenn die Piraten es wollen, werde ich heute auch Mitglied” erklärte Tauss bei einer Kundgebung gegen die Zensur des Internets vor der SPD- Parteizentrale. /*
http://www.tauss.de/index.php?nr=26398&menu=1
Unsere Freundin Ursula hat in einem Radiointerview mit Radio Eins vom RBB mal folgendes gesagt:
Interviewerin: “Viele Kritiker halten ihnen jetzt entgegen, dass jeder, der sich halbwegs mit ‘nem Computer auskennt, ganz leicht diese Sperre umgehen kann.”
Familienministerin Ursula von der Leyen: “Naja, wir wissen, dass bei den vielen Kunden, die es gibt, rund 80% die ganz normalen User des Internet sind. Und jeder der jetzt zuhört, kann eigentlich sich selber fragen: Wen kenne ich?, wer Sperren im Internet aktiv umgehen kann? Die müssen schon deutlich versierter sein. Das sind die 20%. Die sind zum Teil Schwer-Pädokriminelle. Die bewegen sich in ganz anderen Foren. Die sind versierte, äh, Internetnutzer, natürlich auch geschult im Laufe der Jahre in diesem widerwärtigen Geschäft.”
nunja. dann bin ich eben jetzt schwer-pädokriminell. war ganz einfach. entweder man trägt in die /etc/resolv.conf den gewünschten nameserver (z.b. von OpenDNS) ein. falls DHCP genutzt wird, wird diese datei allerdings jedesmal überschrieben, daher sollte man sie unveränderbar machen mit chattr +i /etc/resolv.conf. für windows und andere betriebssysteme kann man anleitungen bei OpenDNS finden.
viele router bieten auch die möglichkeit, die alternativen DNS-server direkt einzutragen, bei der fritzbox ist es allerdings recht frickelig.
ich habe diese anleitung benutzt. wichtig sind dort auch die kommentare, v.a. dieser link, der beschreibt, wie man die fritzbox dazu überredet, die änderungen auch wirklich anzunehmen.
nach einem neustart der fritzbox bekommen man dann folgende meldungen:
FRITZ!Box Fon WLAN 7050 (UI), Firmware-Version 14.04.33
In Ihrer FRITZ!Box wurden vom Hersteller nicht unterstützte Änderungen durchgeführt.
Weitere Informationen.
ein klick auf “weitere informationen” führt zu:
Nicht von AVM freigegebene Firmware
FRITZ!Box wird momentan mit einer von AVM nicht freigegebenen Firmware betrieben oder die Konfiguration wurde möglicherweise über vom Hersteller nicht vorgesehene Wege verändert (z.B. telnet). In diesem Zustand kann AVM für die korrekte Funktion Ihrer FRITZ!Box nicht mehr garantieren.
Sie haben die Möglichkeit, das Gerät wieder in den Auslieferungszustand zurück zu setzen. Starten Sie dafür das Recover von Ihrer FRITZ!Box-CD (\Software\X_Misc).
Nach dem Wiederherstellen des Auslieferungszustandes wird Ihre FRITZ!Box wieder vollständig von AVM unterstützt.
nunja. kann ich mit leben. wichtig ist mir dieser eintrag in den ereignissen:
14.06.09 10:16:11 Internetverbindung wurde erfolgreich hergestellt. IP-Adresse: *.*.*.*, DNS-Server: 85.214.73.63 und 208.67.220.220, Gateway: 213.191.64.153
Na das klingt doch langsam mal gut:
Löschen statt Sperren: Kinderpornographie wirksam bekämpfen, Internetzensur verhindern!
Beschluss:
Die SPD will das Internet als Raum der Kommunikation, der Diskussion und des Wissens erhalten und schützen. Deshalb lehnt die SPD die Initiative der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen zur Errichtung einer Zensurinfrastruktur für das Internet ab. Der SPD-Bundesparteitag fordert die Mitglieder der SPD-Bundestagsfraktion auf, diesem Gesetzentwurf (BT-Drucksachen 16/13125 und 16/12850) – selbst in geänderter Form – nicht zuzustimmen.Die geplanten Internet-Sperren bergen erhebliche Risiken für unser demokratisches Gemeinwesen und die Informations- und Meinungsfreiheit. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum – es darf aber auch nicht vor dem Hintergrund fadenscheiniger Begründungen zensiert werden.
achja, und was die Bild daraus gemacht hat:
Der Sprecher der SPD-Linken, Björn Böhning (31), will den Gesetzentwurf der Großen Koalition zur Sperrung von Kinderporno-Seiten im Internet zu Fall bringen. Der Entwurf sieht vor, dass solche Websites durch Stoppschilder gekennzeichnet werden. Wer sie trotzdem aufruft, wird strafrechtlich verfolgt. Für Böhning ist das laut “Spiegel Online” nur “Alibi-Politik”.
BILD meint: Stoppt Böhning!
Setzen, 6!
Der erste Politiker (Wiefelspütz, SPD) hat zugegeben, dass es längerfristig auch um allgemeine Sperren gehen soll:
“Natürlich werden wir mittel- und längerfristig auch über andere kriminelle Vorgänge reden”, äußerte sich Wiefelspütz in Bezug auf Webseiten mit verfassungsfeindlichen oder islamistischen Inhalten und fügte hinzu “Es kann doch nicht sein, dass es im Internet eine Welt ohne Recht und Gesetz gibt”.
die FDP wird mir langsam sympathisch…
Für die innenpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Gisela Piltz, belegen die Äußerungen von Wiefelspütz, dass es um eine generelle Regulierung des Internets gehe. “Union und SPD behaupten, Kriminalität zu bekämpfen und bekämpfen in Wirklichkeit das Internet und die Freiheit der Menschen”, kritisierte sie in einer Mitteilung.
Quelle: http://www.heise.de/newsticker/Wiefelspuetz-will-Internet-Sperren-ausweiten–/meldung/140008
Statement der Piratenpartei: http://piratenpartei.net/2009/06/06/und-es-geht-doch-um-zensur/
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Nachdem ja neulich schon von dem Versuch der Kinderschutzorganisation Carechild berichtet wurde, die mit der dänischen Sperrliste gezeigt hatten, dass ein Anschreiben der Provider eine sofortige Überprüfung und bei Bedarf Sperrung der zensierten Seiten bewirkt, hier ein Versuch einer deutschen Organisation (AK-Zensur):
Jetzt machte Alvar Freude vom Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur) die Probe aufs Exempel, analysierte mit automatischen Verfahren die diversen europäischen Sperrlisten und schrieb die Provider an, auf deren Servern sich laut der Listen kinderpornographisches Material befinden soll. Mit beeindruckender Resonanz: Innerhalb der ersten 12 Stunden nach Aussenden der Mails wurden bereits 60 Webauftritte gelöscht.
Weitere Resultate und Erkenntnisse:
- Die ersten Reaktionen bzw. Löschungen folgten bereits nach wenigen Minuten und kamen unter anderem aus den USA, Holland, Dänemark, Russland sowie Deutschland.
- Drei der jetzt vom Netz genommenen Webauftritte befanden sich auf Servern in Deutschland.
- Insgesamt wurden automatisiert 348 verschiedene Provider in 46 Ländern angeschrieben und über rund 1943 gesperrte vorgeblich illegale Webseiten informiert. Eine manuelle inhaltliche Analyse der Webseiten hat vorher nicht stattgefunden.
- 50 Provider haben auf die Anfrage geantwortet, haben aber hauptsächlich legale Inhalte gefunden; mit Stichproben konnten diese Angaben bestätigt werden.
- Zehn Provider gaben an, ingesamt 61 illegale Inhalte entfernt zu haben. Mit einer einfachen E-Mail kann man also schon viel erreichen.
- Bei der überwiegenden Mehrheit der Webseiten, darunter einigen aus Deutschland, zeigte sich bei der Überprüfung durch den Provider, dass die Webseiten kein kinderpornographisches, teils überhaupt kein irgendwie beanstandbares Material enthielten – die Webauftritte waren folglich zu Unrecht gesperrt. In Finnland werden zudem auch mehrere inländische Webseiten blockiert, die sich kritisch mit den dortigen Internet-Sperren auseinandersetzen.
- Die Provider wurden bislang nicht darüber informiert, dass die bei ihnen gehosteten Webauftritte auf einschlägigen Sperrlisten geführt wurden.
- Wenn sie darauf hingewiesen werden, sind die Provider zur Kooperation bereit und entfernen illegale Inhalte umgehend.
- Teilweise handelte es sich bei dem gesperrten Material um “gecrackte” Webauftritte, also solche, die durch Ausnutzen von Sicherheitslücken zur Verbreitung fremden Materials missbraucht wurden. Auch hier zeigten sich die Provider sehr dankbar für die Hinweise.
Die Abschaltung von Webauftritten mit kinderpornographischen Inhalten dauert nicht länger als die Übermittlung einer Sperrliste. Dies führt die Argumentation der Befürworter des bloßen Sperrens ad absurdum – es gibt keinen sachlichen Grund, strafbare Inhalte im Netz zu belassen und sie für alle einschlägig Interessierten mit minimalem Aufwand weiterhin zugänglich zu halten.
Was für eine Bürgerinitiative wie den Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur möglich ist, sollte für die deutsche Regierung und Strafverfolgungsbehörden ein Leichtes sein und die hier erzielten Ergebnisse deutlich übertreffen können.
Löschen statt Sperren – von Beginn an die Forderung des AK Zensur – ist möglich!
Aussender: Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur)
Web: http://ak-zensur.de/
Quelle: AK-Zensur
Die Online-Petition hat übrigens die hunderttausendermarke überschritten. Trotzdem ist JEDE EINZELNE Stimme wichtig!
In dem Sinne: löschen statt sperren!